Die Mitbewohner - unsere 3 Maine Coons

Donnerstag, 10. April 2014

Ein Teich am Hang - 2. Akt


Weiter geht es mit dem 2. Akt - ein Teich am Hang entsteht.

Irgendwann kam die Zeit, dass aus der Fläche wieder ein Loch werden musste. Wie gut, dass diese Stelle im Garten von keine Stelle außerhalb des Grundstücks aus einsehbar ist, sonst hätten uns die Nachbarn gewiss einliefern lassen ;-) Der LSG hat geschüppt, gebuddelt und geknechtet wie ein Brunnenputzer, die Blogtante sammelte derweil Steine, modellierte Uferwälle, baute lustige Kegel aus Beton, um die Stützen des Holzdecks zu befestigen und war sonst für allerlei Hilfsarbeiten zu gebrauchen....wenn Sie nicht zum Verdruss des LSG lieber schon mal die neu entstandenen Beete aufgehübscht hatte.

Und als der "Krater" nahezu fertig war, kam der große Regen und drohte alles wieder zum Einsturz zu bringen.
Notdürftig wurden die heiklen Stellen mit Planen bedeckt Zeitgleich musste das Holzdeck (rechts oben im Bild) fertig gemacht werden, da man an die Unterkonstruktion nach Wassereinlass im Teich nicht mehr vernünftig heran kommt.

Aber zumindest im Beet gab es schon einige Lichtblicke. Erkennt Ihr die Treppe wieder? Links davon wuchs zu Baubeginn nur uns ausschließlich Carex Pendula (Hänge Segge) - ein durchaus hübsches Gras, von dem ich aber dringend abrate. Es samt sich aus wie verrückt und wuchert so munter durch alle Beete. Das dunkelgrüne Gestruppel sind überwiegend Hasenglöckchen (Hyacinthoides hispanica oder non-scripta..genau kann ich es nicht sagen) die unter der unsäglichen Segge zum Vorschein kamen.

Hier mal der ganze Spaß von oben. Das sah eine ganze Zeit lang so abenteuerlich aus, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, dass da mal was Schönes bei raus kommt aber der LSG (einem Ingenieur ist nichts zu schwör....) war allzeit guter Dinge und konnte sich offenbar sehr wohl vorstellen, dass das was wird.

Ende Mai 2009 war es dann soweit - eine willige Hilfsmannschaft rückte an, um bei fast 30 Grad die Folie in den Teich zu bringen. Einen heißen Dank an dieser Stelle an den Baumarkt, der uns mit Unmassen von Tüten versorgt hat. Tüten, die mit Sand befüllt als Folienbeschwerung dienten. Das extra dicke Vlies ist ausgelegt und unter die Holzkonstruktion gefummelt und nach einem Päuschen gings dann weiter mit der Folie.Nicht die schwarze auf dem Bild sondern eine olivgrüne, ebenfalls extra dicke von Naturagart.

Hier der Weg zur Dauerbaustelle - auch dieser sieht mittlerweile deutlich anders aus und ich staune immer wieder, wenn ich die alten Fotos sehe :-). Vorne der Sack mit der Folie.

Ein weiterer Blick von oben. Da die Lage nicht ganz unheikel ist, hatten wir beschlossen relativ massiv zu bauen. D.h. extra dickes Vlies gegen Stein- und Wurzeldruck von unten, darauf eine sehr starke, olivgrüne Folie, darüber dann noch Matten, die anschließend mit leicht gefärbten (braun, beige) Beton eingeschlämmt wurden. Aus diesem Blickwinkel sieht der Teich sehr steil aus aber das täuscht - die tiefste Stelle ist allerdings knapp 1,70 tief.

Der beste Schwiepa von allen (zu der Zeit 70 Jahre!) half tatkräftig mit, schüttelte innerlich sicherlich mehr als einmal den Kopf aber trabte unverdrossen von oben nach unten und zurück und lies sich auch von den tropischen Temperaturen nicht stoppen - der Gute :-)

Das heimische Getier schaute nach wie vor eher ungläubig dem Treiben zu und ließ sich sonst in seiner Siesta nicht stören.

Der Hang oberhalb des Teichs schrie geradezu nach einem Bachlauf - sah zumindest der LSG so - und so wurde dieser nebenbei auch noch erstellt. Sieht ebenfalls abenteuerlich aus aber Ihr werdet sehen, das fertige Ergebnis in Teil 3 ist in meinen Augen sehr fein geworden.

Wie oben beschrieben wurde der Teich komplett mit Matten ausgelegt und mit Beton eingeschlämmt. Da durfte der LSG so richtig schön im Matsch "spielen". Spaß hat das glaube ich nicht unbedingt gemacht aber das Endresultat ist auch nach knapp 4,5 Jahren immer noch klasse, d.h. wir würden es wieder so machen.

2 Wochen später war es dann soweit - Wasser marsch! Zwischenzeitlich ist auch das Holzdeck fertig und die allergrößten Baustellen beseitigt.

Hier der Ufergraben knapp eine Woche nach Befüllung - die ersten Pflanzen zogen ein und der Bauernjasmin (Philadelphus coronarius) zierte das Wasser mit weißem Konfetti.

Das Ergebnis kurz nach Fertigstellung konnte sich doch schon sehen lassen und ich stand immer wieder, leicht bekifft grinsend, auf dem Holzdeck.

Und auch beim Bachlauf hieß es endlich, Wasser marsch. Das war fast der spannendste Moment - klappt das, fliest das Wasser wohin es soll und bleibt es dann auch im Bachbett? Der unschöne Filterkasten wurde natürlich noch verdeckt.

Das endgültige Resultat zeige ich Euch im 3. und finalen Akt. Wer bis hierhin durchgehalten hat - herzlichen Dank!




Kommentare:

  1. Danke schön liebe Sabine ;-) - ja spannend war es wirklich und es hat meist auch Spaß gemacht.... Teil 3 folgt vorauss. am Sonntag.

    AntwortenLöschen
  2. Ich verfolge lieber deine Teichbaugeschichte als mir Tatort anzuschauen. Ist spannender, weniger blutig (so hoffe ich wenigstens) und es wird erst noch etwas Gescheites draus.

    AntwortenLöschen

Klar freue ich mich über eine Nachricht von Euch, Kommentare aller Art wären fein aber seid nicht zu hart mit mir ;-)