Die Mitbewohner - unsere 3 Maine Coons

Mittwoch, 12. März 2014

Rosige Zeiten

Nein, das wird hier keine Abhandlung über den richtigen Schnitt, das korrekte Pflanzen oder die einzig selig machende Auswahl der passenden Rosensorte. 

Dazu gibt es unzählige sehr gute Seiten im Netz und jede Menge fantastischer Bücher und wer es ganz genau wissen möchte, sollte mal den einen oder anderen Kurs bei einer der renommierten Rosenschulen besuchen. Ich war einige Male bei der Rosenschule Ruf in Steinfurth und es hat mir, neben viel Spaß und einem tollen Tag, eine Menge Gelassenheit im Umgang mit den stacheligen Damen (und Herren ....ja die gibt es auch ;-) ) gebracht.

Ich möchte Euch einfach erzählen warum ich Rosen mag, sehr mag, ganz besonders mag und warum ich mich jetzt schon freue, wenn es ab Mitte/Ende Mai wieder mit der Blüte los geht.

Eine kleine Auswahl der z.Z. leider nur noch knapp 80 Rosen in unserem Garten - es waren mal so um die 120 aber die Winter 2011/12/13 haben viele dahin gerafft und da trieb auch nichts mehr aus der Veredelung aus - schade aber auch das gehört zum Gärtnern dazu.

Rosen kann man nie genug haben - Rosen sind diese stacheligen Dinger, die in kahlen Beeten stehen und spätestens im August laublos und pilzbefallen schäbbig aussehen - Rosen sind wunderbar duftende Gesellen, die unweigerlich dazu einladen die eigene Nase in die Blüten zu stecken und tieeeef ein zu atmen - Rosen sind die Königinnen im Beet - Rosen sind wahnsinnig pflegeintensiv, schwierig und heikel - Rosen sind einfach unverzichtbar.... Rosen polarisieren aber wer ihnen einmal verfallen ist, mag immer mehr davon haben :-)


Als wir Ende 2005 den Garten übernahmen wuchsen hier ca. 20 Rosen - einige ältere Austin Züchtungen (s. Bild oben) aber überwiegend die klassischen, bonbonfarbigen Teehybriden der 70 Jahre sowie einige Wildrosen, die aber wohl eher Sämlinge sind und nicht bewusst gepflanzt wurden. Speziell die Teehybriden haben meine Art zu gärtnern leider bis auf 2 Exemplare nicht überlebt - ich spritze nicht, ich hab ganz ehrlich keine Lust ständig um die Rosen herum zu springen und diese zu betüddeln und beim Winterschutz war ich bisher ziemlich nachlässig - was sich ja auch gerächt hat (s.o.).

Nach einer kurzen Austin-Phase (diese mögen das Klima im Bergischen Land nur bedingt und bis auf 6 etablierte Vertreter, haben sich alle anderen in den letzten Jahren verabschiedet), bin ich den alten, historischen Sorten verfallen und seit einiger Zeit liebe ich Rugosas (wunderbar unkompliziert). Ich kaufe Rosen nach Gefühl, gerne wenn ich mind. ein ausgewachsenes Exemplar der Sorte schon einmal live gesehen habe, aber immer und ausschließlich bei Rosenschulen (vor Ort aber auch online). Hier mal ein paar meiner besonderen Lieblinge.

"White Grootendorst", Rosa Rugosa
Witzige kleine, weiße Blüten mit einem Hauch von rosa, sie trägt ihren Beinamen "Nelkenrose" zu recht. Hübsch und sehr gesund.

Die gewöhnliche Apothekerrose in Sonderlackierung - Rosa Gallica "Versicolor"

"Winchester Cathedral", David Austin , ein Klassiker und sehr unkompliziert.

"Gloire de Dijon", Teerose und bei mir eine echte Zicke aber sooooo schön

"Broceliande",  Teehybride 
die einzige neue Teehybride, die ich gekauft habe und ich liebe sie sehr. Jedes Jahr aufs neue ein pumperlgesunder, ca. 1,50 m hoher Strauch mit einer Vielzahl an faustgroßen, toll duftenden Blüten in einer wilden Farbe. 

"Charles de Milles", Rosa Gallica, 
das Bild wird ihm leider nicht gerecht aber diese Rose kann ich uneingeschränkt empfehlen, man sollte dem schönen Charles allerdings etwas mehr Platz einräumen. Traumhafte Farbe mit grandiosem Duft und sehr großen Blüten in großer Fülle. Ihr merkt sicher, ich liebe diese Rose.

"Alchymist", Kletterrose Kordes
was soll ich dazu sagen - ein Traum! Wuchs innerhalb von 4 Jahren zu einem gewaltigen, sehr gesunden Riesenstrauch heran (sie steht an einem steilen Hang an der Straße und statt zu klettern, lässt sie Ihre langen Zweigen den Hang herunter hängen). Die Blüten sind riesig, ungeheuer üppig, der Duft ist einfach toll und in den 4-6 Wochen in denen sie in voller Blüte steht bleiben immer wieder Passanten am Zaun stehen, schnuppern und staunen und immer wieder kann ich beobachten, wie sie der Versuchung nicht widerstehen können die Blüten vorsichtig an zu fassen - genießen mit allen Sinnen :-) so soll es sein.

Das war jetzt nur eine kleine Auswahl und ich werde, sobald die Rosensaison beginnt sicher öfter über die stachligen Damen und Herren berichten.




Kommentare:

  1. Ein schöner Bericht über unsere gemeinsame Leidenschaft - die Rosen!

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  2. Ich freue mich schon auf deine weiteren Berichte und Fotos über deinen wunderschönen Garten mit den vielen, vielen Blumen. Und schön langsam beginne ich (ein Hochhauskind!) die Faszination "Rose" zu verstehen.

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    1. Liebe Regina,
      ich konnte mit Rosen lange nichts anfangen - wie ich schrieb, stacheliges Zeug mit mickrigen Blüten obendrauf aber das hat sich gründlich geändert ;-) Danke, dass Du so treu mitliest :-) Knuddler an Deine tolle Truppe

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Klar freue ich mich über eine Nachricht von Euch, Kommentare aller Art wären fein aber seid nicht zu hart mit mir ;-)